Eine Bibliothek der Dinge funktioniert wie eine herkömmliche Bibliothek, nur kann man sich anstelle von Büchern Dinge des alltäglichen und außeralltäglichen Bedarfes ausleihen. Derzeit gibt es allgemeine und spezialisierte Bibliotheken (Werkzeuge, Musikinstrumente, Spielzeuge,…).

Der Bestand wird hauptsächlich durch Spenden aufgebaut, Interessenten können sich Gegenstände für eine zuvor festgelegte, jährliche Mitgliedsgebühr für

einen bestimmten Zeitraum entleihen. Die Räumlichkeiten können je nach Beschaffenheit auch für weitere Aktionen genutzt werden beziehungsweise als Arbeitsraum genutzt werden. Der Betrieb wird v.a. durch Ehrenamt getragen.

Bibliotheken der Dinge bieten folgende Vorteile, die eine weitere Verstetigung begünstigen:

  • Die Institution agiert als Vermittler zwischen den Nutzern.
  • Der Standort und feste Öffnungszeiten schaffen Vertrauen und Verlässlichkeit.
  • Die Räumlichkeiten bieten einen Ort der Begegnung in der Nachbarschaft.
  • Die Integration Ehrenamtlicher verstärkt die Identifizierung mit der Initiative.
  • Durch Weiternutzung und intensivere Nutzung wird die Energie- und Ressourceneffizienz der Gegenstände positiv beeinflusst.

Im Gegensatz dazu birgt das Teilen zwischen Endnutzern (Person-to-Person / P2P) mittels online-basierter Angebote (die der sogenannten Sharing-Economy entspringen) einige entscheidende Nachteile, die einer weiteren Verbreitung und Verstetigung im Wege standen und stehen:

  • Sie bedürfen eines hohen organisatorischen Aufwands um die Übergaben der Gegenstände zu ermöglichen.
  • Das Vertrauen zwischen Fremden Personen ist nicht gegeben.
  • Nutzer der Plattformen wollen gerne etwas ausleihen, aber nicht zwingend ihre eigenen Gegenstände Verleihen, dadurch kommt keine kritische Masse zusammen was zu einer schlechten Auswahl innerhalb des Leihpools führt.
  • Es wird die kein physischer Ort in der Nachbarschaft bereitgestellt, der als neutrales Gebiet der Begegnung fungieren kann.

Warum haben sich die Bibliotheken der Dinge bei all den Vorteilen noch nicht WEITLÄUFIG etabliert!?

Es gibt diverse Barrieren, die überwunden werden müssen:

  • Kommunikative Barrieren (intern / extern)
  • Finanzielle Barrieren
  • Formale Barrieren
  • Organisatorische Barrieren

Was wir bieten:

Unser Ansatz setzt genau an den identifizierten Barrieren an:

Durch die Nutzung von UNSER QUARTIER als Plattform und die Integration einer Katalogisierungssoftware für Bibliotheken der Dinge, werden Synergien erzeugt und es entsteht so eine ideale Ausgangsbasis, um Bibliotheken der Dinge in Nachbarschaften zu implementieren und zu verstetigen.

  • Kommunikation intern
  • Kommunikation extern
  • finanzielle Barrieren
  • formale Barrieren
  • organisatorische Barrieren

Aktuell:

Gemeinsam mit der Edinburgh Tool Library, the University of Edinburgh und myTurn setzen wir einen neuen digitalen Service für Bibliotheken der Dinge „Easy Sharing“ um.

Sie möchten mehr erfahren? Dann kontaktieren Sie uns gerne.